In Tschetschenien wurden Häuser von Verwandten mutmaßlicher Terroristen niedergebrannt

Niedergebranntes Haus der Verwandten mutmaßlicher Terroristen. Foto: Alexander Sokolow
Niedergebranntes Haus der Verwandten der mutmaßlichen Terroristen. Foto: Alexander Sokolow

In der Nacht vom 7. Dezember wurden Häuser im Dorf Jandi niedergebrannt. Die Häuser gehörten zum Teil Verwandten der mutmaßlichen Terroristen, die am 4. Dezember in Grosny mehrere Polizisten erschossen und eine Schule sowie ein Verlagshaus stürmten. Ramsan Kadyrow erklärte daraufhin auf Instagram, dass in Tschetschenien von nun an Eltern für Verbrechen ihrer Kinder haften: „Ich erkläre hiermit offiziell das Ende der Zeit, in der Eltern nicht für die Handlungen ihrer Söhne oder Töchter verantwortlich gemacht werden können. In Tschetschenien sind sie nun verantwortlich. […] Wenn Aufständische in Tschetschenien einen Polizisten oder andere Personen umbringen, wird die Familie ohne Recht auf Rückkehr sofort ausgewiesen und das Haus bis aufs Fundament niedergerissen“.

Nach Aussagen von BewohnerInnen des Dorfes, das 45 Kilometer von Grosny entfernt liegt, kamen in der Nacht des 7. Dezembers 14 Autos mit maskierten Menschen, die miteinander auf Russisch und Tschetschenisch kommunizierten. Sie übergossen die Häuser mit Benzin und hinderten DorfbewohnerInnen daran das Feuer zu löschen. Insgesamt wurden vier Häuser niedergebrannt. Zwei der Häuser haben getöteten Terroristen gehört, die beiden weiteren Häuser gehörten Angehörigen.

In der Nacht zum 4. Dezember griffen Kämpfer der Islamistischen Gruppe „Kaukasus Emirat“ eine Patrouille der Verkehrspolizei in Grosny an und eroberten anschließend ein Verlagshaus und die Schule Nummer 20. Während der Kämpfe am 4. Dezember starben nach jüngsten Berichten 14 Polizisten und 11 Rebellen. Am nächsten Tag kündigte Kadyrov an, dass Angehörige der Rebellen aus der Region Tschetscheniens ausgewiesen und ihre Häuser zerstört werden würden.


Quelle: Slon.ru

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